Lichtstücke…
Plastische Arbeiten von Ines Trost
Zur Ausstellung „Lichtstücke“ vom 19.11.2006 bis 17.12.2006 im atelier-2, Witten
Fundobjekte, Momentaufnahmen, Begegnung mit Natur, ein Erlebnis, das einen selbst verändert und in Entwicklung drängt, etwas Heiliges…Das sind Stichworte, die sowohl Entstehungsimpulse für meine plastische Arbeit setzen als auch deren Arbeitsprozesse beschreiben.
Fundobjekte, an denen Prozesse der Natur ihre Spuren hinterlassen haben, inspirieren mich dauerhaft. Die Natur ist meine Partnerin, sie hat zuerst an dem gearbeitet, was mich inspiriert zu einer plastischen Auseinandersetzung mit meinem Gegenüber, sei dieses Gegenüber eines der vielen Fundstücke, die mich oft Jahre lang begleiten oder ein besonderes Material, zu dem ich eine starke Affinität spüre. Diese Ausstellung führt mit Ausnahme meiner Land Art Projekte alle Umsetzungen Plastischer Impulse, wie ich es nennen möchte, der letzten Jahre zusammen.
Die neuesten Arbeiten sind hierbei die Bienenwachsobjekte: die Lichtobjekte vor den Fenstern und Kerzen sowie die figürliche Umsetzung weiblicher Urdarstellungen, die meist in Verbindung mit einem Fundholz, das als Treibholz am Meer gefunden wurde oder als Wurzel im Wald, hervortreten. Diese Arbeiten sind das visuelle Ergebnis von Gesprächen mit Elementargewalten.
Bienenwachs als Material ist für mich die vollkommenste Transformationskraft, die ein Material überhaupt transportieren kann. Es ist die ständige Verlebendisierung von Materie durch Wärme. Es verkörpert Wärmeprozesse, Leben, Sinnlichkeit und Lichterlebnis. Im Einsatz bei den „Lichtobjekten“ umhüllt es ebenfalls Gefundenes, Altes, Zerbrochenes, teilweise Leid- und Schmerzvolles, und es umhüllt es liebevoll mit Wärme und aller Zartheit in Bienenwachs und Seide, es heilt, und transformiert, es mystifiziert. Nur im Licht enthüllen diese Objekte die feinen Zwischenstufen der Entstehungsprozesse des Werks oder anders formuliert: die Vielschichtigkeit eines Transformationsprozesses. Deshalb hängen die Lichtobjekte vor den Fenstern oder vor Kerzen.
Verwandlung von Leid in Licht , Würdigung der Vergangenheit, Heilung durch Liebe und Wärme, Konservierung von Licht…das sind die Lichtobjekte.
Ich gehe davon aus, dass alles, auch jedes Ding und jede Substanz durch seine Entstehungsgeschichte bestimmte Informationen gespeichert hat und dadurch auf bewusster und unbewusster Ebene Botschaften vermittelt. Meine ausgesuchten Materialien haben immer wieder mit Licht- und Wärmeprozessen zu tun: Deshalb steht Bienenwachs als zentrales Gestaltungsmateial im Vordergrund, aber auch Sand, Asche und Seide finden oft Verwendung.
Dieser bewusste Umgang mit einer Sprache der Materialien oder Fundstücke zieht sich durch alle hier gezeigten Arbeiten, welche die Lichtobjekte und die Bienenwachsplastiken mit den Wandobjekten und den Hausaltären verbindet.
Es ist bei dieser objektorientierten Arbeit vor allem ein neues Zusammenfügen, welches das Neue, das Kunst-Werk ausmacht.
Ines Trost - November 2006
Plastische Arbeiten von Ines Trost
Zur Ausstellung „Lichtstücke“ vom 19.11.2006 bis 17.12.2006 im atelier-2, Witten
Fundobjekte, Momentaufnahmen, Begegnung mit Natur, ein Erlebnis, das einen selbst verändert und in Entwicklung drängt, etwas Heiliges…Das sind Stichworte, die sowohl Entstehungsimpulse für meine plastische Arbeit setzen als auch deren Arbeitsprozesse beschreiben.
Fundobjekte, an denen Prozesse der Natur ihre Spuren hinterlassen haben, inspirieren mich dauerhaft. Die Natur ist meine Partnerin, sie hat zuerst an dem gearbeitet, was mich inspiriert zu einer plastischen Auseinandersetzung mit meinem Gegenüber, sei dieses Gegenüber eines der vielen Fundstücke, die mich oft Jahre lang begleiten oder ein besonderes Material, zu dem ich eine starke Affinität spüre. Diese Ausstellung führt mit Ausnahme meiner Land Art Projekte alle Umsetzungen Plastischer Impulse, wie ich es nennen möchte, der letzten Jahre zusammen.
Die neuesten Arbeiten sind hierbei die Bienenwachsobjekte: die Lichtobjekte vor den Fenstern und Kerzen sowie die figürliche Umsetzung weiblicher Urdarstellungen, die meist in Verbindung mit einem Fundholz, das als Treibholz am Meer gefunden wurde oder als Wurzel im Wald, hervortreten. Diese Arbeiten sind das visuelle Ergebnis von Gesprächen mit Elementargewalten.
Bienenwachs als Material ist für mich die vollkommenste Transformationskraft, die ein Material überhaupt transportieren kann. Es ist die ständige Verlebendisierung von Materie durch Wärme. Es verkörpert Wärmeprozesse, Leben, Sinnlichkeit und Lichterlebnis. Im Einsatz bei den „Lichtobjekten“ umhüllt es ebenfalls Gefundenes, Altes, Zerbrochenes, teilweise Leid- und Schmerzvolles, und es umhüllt es liebevoll mit Wärme und aller Zartheit in Bienenwachs und Seide, es heilt, und transformiert, es mystifiziert. Nur im Licht enthüllen diese Objekte die feinen Zwischenstufen der Entstehungsprozesse des Werks oder anders formuliert: die Vielschichtigkeit eines Transformationsprozesses. Deshalb hängen die Lichtobjekte vor den Fenstern oder vor Kerzen.
Verwandlung von Leid in Licht , Würdigung der Vergangenheit, Heilung durch Liebe und Wärme, Konservierung von Licht…das sind die Lichtobjekte.
Ich gehe davon aus, dass alles, auch jedes Ding und jede Substanz durch seine Entstehungsgeschichte bestimmte Informationen gespeichert hat und dadurch auf bewusster und unbewusster Ebene Botschaften vermittelt. Meine ausgesuchten Materialien haben immer wieder mit Licht- und Wärmeprozessen zu tun: Deshalb steht Bienenwachs als zentrales Gestaltungsmateial im Vordergrund, aber auch Sand, Asche und Seide finden oft Verwendung.
Dieser bewusste Umgang mit einer Sprache der Materialien oder Fundstücke zieht sich durch alle hier gezeigten Arbeiten, welche die Lichtobjekte und die Bienenwachsplastiken mit den Wandobjekten und den Hausaltären verbindet.
Es ist bei dieser objektorientierten Arbeit vor allem ein neues Zusammenfügen, welches das Neue, das Kunst-Werk ausmacht.
Ines Trost - November 2006

Letzte 10 Jahre - Nr. 11