Zwischen Himmel und Erde…
Hieß die Ausstellung meiner aktuellen Arbeiten vom 5. bis zum 17. Oktober 2008 im atelier-2, Ardeystr. 119 in Witten. Wer meine Arbeiten in den letzten Jahren verfolgt hat, wird zwar meine bildnerische Handschrift wieder erkennen, gleichzeitig aber Arbeiten begegnen, die in meinem Werk zum allerersten Mal auftauchen: dieses ungewohnte Erscheinungsbild umfasst sowohl Farbwahl als auch Größe der Arbeiten.
Malte ich bisher fast ausschließlich kleine „Ikonen“ in Gelb, so sind diesmal fast nur großformatige Arbeiten in allen nur erdenklichen Farbfolgen zu sehen. Starke Farbkontraste bilden hier oft den Ausgangspunkt einer Arbeit: viele der Bilder wurden auf Holz oder Leinwand leuchtend bis dunkelrot grundiert, um dann mit einem kräftigen Blau überarbeitet zu werden. Die zarten Schichten in Gelb der Vergangenheit aus durchscheinenden Farben, die aus Blütenstauben und Bienenwachs selbst hergestellt wurden, weichen starken Farbkonfrontationen auf großen Flächen.
Das hat das Arbeiten auf Rostplatten mit mir gemacht. Das Überarbeiten von rostigen Eisenplatten stelle ich mir seit fast zwei Jahren immer wieder als pädagogische Aufgabe: Etwas mir zu eigen zu machen, das zunächst einmal mir gar nicht entspricht: etwas hartes, kantiges, ein aus den Tiefen der Erde stammendes Material, nur der flüchtige Rost, den der Regen und Wind darauf gehaucht haben wie Blütenstaub der Erde ist die leise Verwandtschaft zu meiner bisherigen Sprache... Habe ich bisher in meiner Materialwahl stark die Verbindung zu den Elementen Licht/Luft und Feuer/Wärme gelebt, so bin ich jetzt bei der Verbindung mit den Elementen Erde und Wasser angekommen.
Geblieben ist die Methode der Schichtung, die mir eigenen Materialien der selbst angerührten Ölfarben, Farben aus Erdpigmenten, Gesammeltem und Gefundenem, ein geordneter Bildaufbau sowie die Integration von Schrift als verschlüsselter Informationsträger positiver Botschaften, die auf einer intuitiven Ebene wirken sollen. Die Schrift, die nicht oder nur fragmentweise zu entziffern ist, ist gleichzeitig grafischer Bestandteil des Bildes, der Gliederung, Rhythmus und Transzendenz der Gesamtwirkung unterstreicht.
Ines Trost - Sommer 2008
Hieß die Ausstellung meiner aktuellen Arbeiten vom 5. bis zum 17. Oktober 2008 im atelier-2, Ardeystr. 119 in Witten. Wer meine Arbeiten in den letzten Jahren verfolgt hat, wird zwar meine bildnerische Handschrift wieder erkennen, gleichzeitig aber Arbeiten begegnen, die in meinem Werk zum allerersten Mal auftauchen: dieses ungewohnte Erscheinungsbild umfasst sowohl Farbwahl als auch Größe der Arbeiten.
Malte ich bisher fast ausschließlich kleine „Ikonen“ in Gelb, so sind diesmal fast nur großformatige Arbeiten in allen nur erdenklichen Farbfolgen zu sehen. Starke Farbkontraste bilden hier oft den Ausgangspunkt einer Arbeit: viele der Bilder wurden auf Holz oder Leinwand leuchtend bis dunkelrot grundiert, um dann mit einem kräftigen Blau überarbeitet zu werden. Die zarten Schichten in Gelb der Vergangenheit aus durchscheinenden Farben, die aus Blütenstauben und Bienenwachs selbst hergestellt wurden, weichen starken Farbkonfrontationen auf großen Flächen.
Das hat das Arbeiten auf Rostplatten mit mir gemacht. Das Überarbeiten von rostigen Eisenplatten stelle ich mir seit fast zwei Jahren immer wieder als pädagogische Aufgabe: Etwas mir zu eigen zu machen, das zunächst einmal mir gar nicht entspricht: etwas hartes, kantiges, ein aus den Tiefen der Erde stammendes Material, nur der flüchtige Rost, den der Regen und Wind darauf gehaucht haben wie Blütenstaub der Erde ist die leise Verwandtschaft zu meiner bisherigen Sprache... Habe ich bisher in meiner Materialwahl stark die Verbindung zu den Elementen Licht/Luft und Feuer/Wärme gelebt, so bin ich jetzt bei der Verbindung mit den Elementen Erde und Wasser angekommen.
Geblieben ist die Methode der Schichtung, die mir eigenen Materialien der selbst angerührten Ölfarben, Farben aus Erdpigmenten, Gesammeltem und Gefundenem, ein geordneter Bildaufbau sowie die Integration von Schrift als verschlüsselter Informationsträger positiver Botschaften, die auf einer intuitiven Ebene wirken sollen. Die Schrift, die nicht oder nur fragmentweise zu entziffern ist, ist gleichzeitig grafischer Bestandteil des Bildes, der Gliederung, Rhythmus und Transzendenz der Gesamtwirkung unterstreicht.
Ines Trost - Sommer 2008

Aktuelle Arbeiten - Nr. 1